Burnout

„Nur jemand, der einmal entflammt war, kann ausbrennen..."
(Pines, Aronson & Kafray 1985)

Der Begriff Burnout stammt ursprünglich aus der Kernphysik sowie Luft- und Raumfahrt und bezeichnet einerseits das Durchbrennen von Kernelementen aufgrund fehlender Kühlung und andererseits den durch Treibstoffmangel hervorgerufener Ausfall eines Flugzeugstrahltriebwerkes.

Übertragen auf den Menschen beschreibt das Burnout-Syndrom Personen, die „heiß gelaufen“ sind, deren inneres Feuer aufgrund mangelnder Brennstoffzufuhr erloschen ist. Es sind davon nur besonders engagierte Menschen betroffen, die einmal „Feuer gefangen“,  „für eine Sache gebrannt“ haben und die bereit waren, bis an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus zu gehen.

Diese Menschen können nicht mehr, sind am Ende ihrer Kräfte, erschöpft und emotional völlig verausgabt. Ihnen fehlt jeglicher Antrieb, sie haben resigniert und keine Energie mehr - ihr Akku ist leer. An Stelle früherer Begeisterung tritt Angst - Angst, das tägliche Leben nicht mehr bewältigen zu können.

Die Einführung des Begriffs in Medizin und Psychologie verdanken wir dem aus Deutschland stammenden in Amerika tätigen Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger. Er hat mit seinem Aufsatz im „Journal of Social Issnes“ (1974) die Burnout-Diskussion entfacht und als Zustand der totalen körperlichen, seelischen und geistigen Erschöpfung beschrieben. Im Vorfeld beobachtete er dieses Phänomen an sich selbst und auch ehemals motivierten und engagierten Mitarbeitern in sozialen Einrichtungen.

Was damals noch eine Randerscheinung war, ist heute ein oft benutztes Wort in der Alltagssprache. Und dennoch ist es keine wirklich anerkannte Krankheit, eher eine Beschreibung einer hochkomplex entstandenen Situation, die sich in verschiedenen Facetten zeigt. Es gibt keine einheitlich gültige Definition nach den Klassifikationen der WHO und ist diagnostisch schwer von dem Chronic-Fatique-Syndrom (CFS) abzugrenzen, das auch mit chronischen Erschöpfungszuständen einhergeht, deren Auslöser aber ein Virus nachgesagt wird.

Desweiteren ist das Burnout-Syndrom von einer "Inneren Kündigung" und der Depression abzugrenzen, wobei sich ein lang andauerndes Burnout hin zu einer Depression entwickeln kann.  

Für weiter Informationen stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung.

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